Integrierte Wasserbewirtschaftung im Einzugsgebiet des Júcar: Von Knappheit zu Resilienz
Das Júcar-Flusseinzugsgebiet, Valencias wichtigste Wasserquelle, steht vor einer kritischen Situation, da sich häufige Dürren, Wasserknappheit und die Übernutzung des Grundwassers im Zuge des Klimawandels verschärfen. Politische Spannungen zwischen Kastilien-La Mancha und Valencia erschweren die ohnehin schon fragmentierte Regierungslandschaft, in der starre rechtliche Rahmenbedingungen und eine schwache sektorübergreifende Koordination wirksame Maßnahmen behindern. Dieser neue RETOUCH NEXUS-Policy Brief schlägt einen transformativen Wandel hin zu einer integrierten Wasser-Energie-Nahrungsmittel-Ökosysteme (WEFE)-Nexus-Governance vor, die den Wasserverbrauch mit der Energieerzeugung, der Landwirtschaft und den Umweltbedürfnissen in Einklang bringt und gleichzeitig Interessengruppen außerhalb der traditionellen Wasserakteure einbezieht.
Kernbotschaften
1
Fragmentierte Regierungsführung untergräbt die Nachhaltigkeit: Die derzeitigen wasserorientierten Ansätze, bei denen Kleinbauern und Umwelt-NGOs nur begrenzt einbezogen werden, führen zu Koordinationslücken und verpassen Chancen für Synergien zwischen Wasser-, Energie-, Lebensmittel- und Ökosystemmanagement.
2
Die Integration des WEFE-Nexus ist unerlässlich: Der Übergang von sektoraler Planung zu integrierten Ansätzen, die Zusammenhänge explizit anerkennen und Kompromisse quantifizieren, ermöglicht kohärentere, beckenweite Strategien, die die Ergebnisse in allen vier Nexus-Elementen optimieren.
3
Wirtschaftliche Instrumente fördern Effizienz und Gerechtigkeit: Die Wasserpreisgestaltung durch volumenabhängige und gestaffelte Tarife kann eine effiziente Nutzung fördern und gleichzeitig durch differenzierte Tarife und Subventionen für Gerechtigkeit sorgen, wobei die Einnahmen in Resilienzfonds für adaptive Infrastruktur fließen.
4
Inklusive Teilhabe stärkt die Legitimität: Die Ausweitung partizipativer Plattformen auf unterrepräsentierte Interessengruppen, insbesondere Kleinbauern und Umweltschützer, stellt sicher, dass die Regierungsführung unterschiedliche Perspektiven widerspiegelt und eine gerechte Verteilung der Ressourcen fördert.
5
Die schrittweise Umsetzung schafft Kapazitäten: Ein stufenweiser Fahrplan für den Zeitraum 2025–2035 schafft durch Stakeholder-Mapping und Pilotprojekte die Grundlagen, skaliert erfolgreiche Modelle unter Einbeziehung wirtschaftlicher Instrumente und institutionalisiert schließlich Nexus-Ansätze in allen Planungsprozessen.
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